Warum entwickelt jemand den 100sten Vokabeltrainer

Sommer 2008

Meine beiden Söhne lernen ihre Vokabeln wie ich vor 30 Jahren. Die Technik hat sich nicht geändert, entweder lernen sie direkt im Buch mit "zuhalten" oder sie schreiben sich ein paar Kärtchen.

Immer wieder diese Diskussionen
Es entstehen immer wieder Diskussionen darüber, wie sinnvoll es doch ist, wenn man regelmäßig Vokabeln lernt und nicht immer nur kurz vor einer Arbeit oder einem Vokabeltest. Meine Jungs sind richtige "Saisonarbeiter", behaupten aber das Gegenteil! :-)

 

Da muss es doch was geben!?

Als Vater dachte ich mir, dass es doch eine pfiffige Software geben müsste, mit der meine beiden Söhne leicht und effektiv ihre Vokabeln lernen können. Wir nahmen uns in den Sommerferien viel Zeit, um dieses Problem ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen. Wir installierten und testeten viele Vokabeltrainer, von angeblichen Marktführern bis hin zu reinen Online-Angeboten. Das Ergebnis war ziemlich ernüchternd. Es gab keine Lösung, die richtig überzeugt hat. An jedem
Programm hatten wir etwas auszusetzen.

Waren wir zu anspruchsvoll?

Vielleicht waren wir zu anspruchsvoll. Ich fragte Freunde und Bekannte, wie sie das Thema "Vokabeln lernen" mit ihren Kids gelöst haben. Der überwiegende Teil lernte die Vokabeln nach der guten alten Methode, ohne Computer!! Das lag vor allem daran, dass die Programme keinen wirklichen "Mehrwert" gegenüber den herkömmlichen Methoden boten. Sie waren meistens nur das elektronische Abbild einer normalen Lernkartei.

Unterschiede zwischen Wunsch und Realität

Realität Problem/Schwierigkeit Wir hätten uns gewünscht
Das Programm muss installiert werden und benutzt die Registry Das Programm kann nur auf diesem einen PC betrieben werden Software, die man auf einen USB-Stick spielen und auf von dort aus starten kann.
Es wird nur einen Bildschimauflösung unterstützt Wenn man einen größeren Monitor besitzt, sieht man nicht mehr. Das Programm paßt sich an die Größe des jeweiligen Monitors an.
Die Lizenz der Software läßt es nicht zu, das Programm mehrmals zu installieren Man muss also für jeden PC der Familie eine eigene Lizenz kaufen. Eine Familienlizenz, damit die Kinder das Programm auf ihren PCs installieren können, aber auch auf dem Familienlaptop.
Wenn man sich die Eingabe der Vokabeln sparen möchte, dann kann man fertige Inhalte kaufen. Jedes Schuljahr für zwei Kinder Vokabeln kaufen? Nicht wirklich kostengünstig! Ein integriertes Lexikon, aus dem man leicht die gewünschten Vokabeln kopieren kann.
Keine Unterstützung von Internetfunktionen
Es gibt viele Lerninhalte im Internet. Vokabeln, Geschichtszahlen, Fach-
ausdrücke, ... alles vorhanden.
Eine Funktion mit der man leicht Inhalte aus dem Internet in die Lernkartei kopieren kann.
Komplizierten Ex- und Import Kids sind nicht immer fleißig und möchten sich durchaus auch mal etwas Arbeit ersparen. Warum also nicht Lernkarten mit Mitschülern tauschen? Eine Funktion um einfach mal ein Kapitel zu exportieren, damit man es per Mail an einen Mitschüler senden kann.
Formatierung der Karten möglich,
aber ... !!
Bei den Lernkarten kann man die Formatierung (z.B. Schriftart) ändern. Tauscht man Lernkarten mit anderen, so sehen sie unter Umständen völlig anders aus. Eine "Autoformatfunktion" wäre ideal. So werden alle Karten auf Wunsch in ein Standardformat gebracht, so dass man die Karten problemlos tauschen kann.
Unflexible Lernstrategie Natürlich ist es gut für das Langzeitgedächtnis, wenn die Wiederholungsabstände immer länger werden. Aber die Klassenarbeit ist in 5 Tagen und nicht erst in 14 Tagen. Es sollte einen Modus geben, mit dem man sich ganz gezielt auf einen Prüfungstermin vorbereiten kann.

DocID:Ac4Kl1057